Gelegen an der B85 zwischen Rudolstadt und Weimar auf dem
Saale-Ilm-Plateau, 465m hoch, ist in seiner Urbebauung ein Rundling.
Von drei Seiten wird Neckeroda von einem Doppelwall umgeben.
Dies ist als Bodendenkmal anerkannt. Auf ihm gibt es Ulmen, Ahorn,
Esche und Linden. Dies wird von altersher "Hecke" genannt und dürfte
der Befestigung gedient haben. Der äußere Wall ist 4m breit und noch
jetzt 2m hoch. Dazwischen läuft ein Graben, etwa 1,50m breit.
Der Wall besteht aus einer Steinmauer. Die vierte Seite ist durch
die B85 und die im 17./18.JH. gebauten Häuser begrenzet. In
früherer Zeit war das Dorf nur durch eine Zugbrücke, der heutigen
Zufahrtsstraße zu erreichen. Die Ortsstruktur mit dem bebauten
Anger ist noch fast vollständig erhalten. Zu erwähnen ist das alte
Gangsystem, das auch ein Beweis für das Alter des Ortes ist.
Diese Gänge, teilweise eingefallen, teilweise verbaut in den Kellern
noch zu erkennen. Es ist anzunehmen, das sie als Fluchtmöglichkeiten
bei Feuer und Krieg genutzt wurden und wahrscheinlich sternförmig
unter dem Ort verlaufen sind. Von seiner Lage und Ausstattung ist
der Ort wahrscheinlich in heutiger Zeit noch einer der wenigen
gut erhaltenen Orte aus früherer Zeit. In Neckeroda gab es 4 Teiche.
Eine weitere Besonderheit sind die 3 Linden außerhalb des Ortes an
der Hohen Straße. Eine ging in den 50er Jahren ein. Es könnte sich
um einen Versammlungs- oder Richtplatz handeln.
Auffällig ist, dass die Hohe Straße um Neckeroda einen Bogen macht,
der auf Grund des Geländes nicht nötig war und sämtliche alte Straßen
Neckeroda nicht berühren. Neckeroda zählte zu den ca. 200 Waiddörfern
in Thüringen, die durch die Einstellung des Waidenbaus insbesondere
im 17. Jahrhundert sehr großen Belastungen ausgesetzt war. Im Jahr
1999 wurde die Waidmühle wiederhergestellt. Heute kommen viele
Touristen durch den Goethewanderweg in die Ortschaft, aber auch
das Färber- und Handwerksfest zieht die Besucher an.
Neckeroda beteiligte sich im Mai 2005 am
Kreiswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft", ausgeschrieben vom Thüringer
Ministerium für Landwirtschaft, Naturschutz und
Umwelt, und belegte Platz
1.
Förderung für
Neckeroda
weiter
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Angebote im
Färbezentrum und im Färberladen
Vorträge
Wollaufbereitung - Färben - Waid in Neckeroda oder
in Ihren Räumlichkeiten
Ortsführungen
Waid (auf Wunsch und Möglichkeit mit "Blauem
Wunder")
Heimatgeschichte
Kräutergarten
Besichtigungen - Führung auf Anfrage
Ausstellung
Färben
mit Naturmaterialien
Bunter Nachmittag
Bei Kaffee und Kuchen interessantes über die
Pflanzenfärberei erfahren
Schaufärben oder selber ein Seidentuch färben
Besonders zu empfehlen für Gruppen, Vereine und
Familientreffen
Kreativer
Kindergeburtstag
Mit der ganzen Geburtstagsgesellschaft einen
kreativen Tag erleben. Während die Kinder sich in
der Welt der Wolle austoben, können die Erwachsenen
eine Ortsführung machen oder aber auch "mitwerkeln"
- Ablauf und Details auf Anfrage
Seminare
für Schüler und Erwachsene werden als Einzel- oder
Gruppenseminare auf Vorbestellung durchgeführt
Tageskurse
. Überblick Färben und Spinnen
. Wollaufbereitung - Schafschur und wie geht's dann
weiter?
. Wollkunde - Schafrassen oder was kann man sonst
noch verspinnen
. Spinngrundkurs
. Aufbaukurs Spinnen - verschiedene Auszugs- und
Zwirntechniken
. Spinnen eigener Designerwolle für Fortgeschrittene
. Spinnen mit der Handspindel
. Filzen von Hohlformen
. Filzen von Decken und Kissen
. Nunofilzen
. Filzen von Figuren
Es besteht auch die
Möglichkeit Kurse rund ums Stricken, Häkeln und
sonstige Handarbeitstechniken zu organisieren. Als
Schnupperkurs bieten wir Ihnen unsere Aktionstage an
(siehe Aktuelles).
Weitere wollige Dienstleistungen und Angebote
erhalten Sie auf Anfrage im Färbezentrum Neckeroda:
Förderverein "Thüringer Färbedorf Neckeroda" e.V.
Neckeroda
Ortsstraße 46
99444 Blankenhain
Telefon: 036743 20917
Telefax: 036743 20936
E-Mail:
info@faerbedorf-neckeroda.de |