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Geschichte

Zeitraum 1251 - 1701

1252 erste urkundliche Erwähnung Blankenhains
1279 erste urkundliche Erwähnung des Schlosses
1321 Änderung des Stadtwappens
1416 Beginn der Herrschaft von Gleichen
1464 Ein Ratsmeister und zwei Bürgermeister werden genannt
1639 Übernahme der Herrschaft durch die Grafen von Hatzfeld
1442-1742 Sechs Großbrände, bei denen ganze Stadtteile in Schutt und Asche gelegt wurden. 1667 war auch das Schloss erheblich betroffen

Zeitraum 1701 - 1799

1701 Es gab schon einen Arzt und eine Apotheke in Blankenhain
1745 Gründung einer Büchsenschützenkompanie Blankenhain
1746 Karl Friedrich, Graf zu Hatzfeld und Gleichen übernahm die Herrschaft Blankenhain von seiner Vormundin und Mutter Karolina geb. Gräfin von Stadion, in Breslau lebend
1776 Großer Brand in Neckeroda
1783 Gemeindeordnung von Rottdorf
1790 Gründung der Porzellanfabrik durch Christian Andreas Speck
Blankenhain verdankt Karl Friedrich das Vogelschießen und die Ziegeln auf den Dächern
1793 Karl Friedrich starb, ein feierliches Leichenbegräbnis wurde abgehalten
Der Trauerzug begab sich vom Schloss in die Kirche, welche so voller Menschen war,
daß die Emporen einzustürzen drohten und gestützt werden mussten.
1794 der Neffe von Karl Friedrich sollte in der Herrschaft nachfolgen, welcher jedoch in einem Duell jung starb. So fiel Blankenhain als heimgefallenens Lehen an Mainz.
Die Verfassung blieb unter dem neuen Landesherrn Karl Friedrich Joseph, Erzbischof von Mainz unverändert. 8 Jahre lang fühlte Blankenhain, dass unter dem "Krummstabe" gut wohnen sei.
Die Abgaben wurden nicht erhöht. Die Erbauer der Neugasse (Friedrichstrasse) bekamen entweder das Holz zum Bauen geschenkt oder es wurden ihnen lange Fristen zu Abschlagszahlungen gesetzt.
1799-1802 Bau des neuen Schießhauses aus Mitteln der Kommune und der Schützengesellschaft

Zeitraum 1801 - 1899

1801 Im Frieden von Luneville war ausgemacht worden, daß Preußen für seine Verluste jenseits des Rheins durch Erfurt und Untergleichen entschädigt werden sollte.
1802 Erzbischof Karl Friedrich Joseph starb, Karl Theodor wurde sein Nachfolger.
Aber noch im gleichen Jahr nahm Preußen von Blankenhain Besitz.
Am 8.Dezember 1802 beteten die Blankenhainer zum ersten Mal für ihren König und Landesherrn Friedrich Wilhelm III. Die Abgaben wurden nicht erhöht, die alte Verwaltungsform blieb erhalten.
Doch Preußen bekümmerte sich um mehr Einzelheiten, forschte genauer nach dem Zustand der Kirchen und Schulen, gab mehrere Verordnungen heraus, z.B. Impfpflicht gegen Blattern (Pocken).
1804 Wurde das Peterskloster in Erfurt aufgelöst und auch dessen Besitzungen in Blankenhain für herrschaftliche Domänen (Landgut) erklärt.
Anfang 19. Jh. Wollte man die Schmiedegasse (Breitscheidstraße) und den alten Markt (obere Rudolstädter Str.) pflastern, weil der Schmutz und die Löcher für die Pferde sehr mühevoll waren.
1806 Der Krieg zwischen Deutschland und Frankreich begann für Blankenhain am 10. Oktober 1806, als sich das preußische Hauptquartier in Blankenhain befand um sich auf der Hochebene über Blankenhain den Franzosen entgegenzustellen. Der König und seine Gemahlin Louise stiegen mit ihrem Gefolge im Haus der Frau Hofräthin Heylingstädt (jetzt Gasthaus "Zur Krone") ab. Von der Schlacht bei Jena hörten die Blankenhainer nur den Kanonendonner, aber noch im selben Jahr wurde Blankenhain französisch. Am 29. Oktober übernahm im Auftrag des franz. Divisionsgenerals Clarke in Erfurt der Präsident Dohm im franz. Gouvernements Besitz von der Grafschaft Blankenhains. Die Behörden blieben die selben, im Gesetz- und Steuerwesen wurde nichts geändert.
1807 Am Weihnachtsabend kam die erste französische Einquartierung, sogenannte Totengräber (blau/rote Uniform), welche zur Artillerie gehörten und bis August 1808 hier blieben.
1808 Napoleon schenkte der Uni Jena das Lindengrundstück (jetzt Krankenhausgelände) als Entschädigung für die Kriegsbeschädigungen an und in ihren Gebäuden. Die französischen Besatzer blieben bis 1809.
1810 Wurde ein Polizei-Kommissariat in Blankenhain errichtet, welches über Ruhe, Ordnung und Sittlichkeit !? wachen sollte. Die alte ehrwürdige Gleichenburg (Schloß), für deren Erhaltung sich die Hatzfelder Grafen eingesetzt hatten, wäre beinahe dem traurigen Schicksal der gänzlichen Niederreißung verfallen.
1811 Wurden auf Befehl des Kaisers Napoleon einige Kirchen in Erfurt und die Schlösser als Domänen in Besitz genommen und zum Verkauf angeboten. Man wollte die alten Steine zu Geld machen.
1813 Machte das Jahr den "niederreißenden Fortschritten" ein Ende. Unter der französischen Administration herrschte in Blankenhain ein "glänzendes Elend". Das äußere Leben war bunt, bewegt und fröhlich, hübsche Uniformen, Bälle und Schmausereien. Der Stadt kostete die Franzosenzeit insgesamt 70,622 Thaler, der vorher unverschuldeten Kommune wuchs eine große Schuldenlast zu. Blankenhain hatte während der Erfurter Belagerung viel auszustehen: 2 Lazarette, im Schloss und im Lindenhaus wurden eingerichtet, aus diesen Lazaretten kam ein heftiges Nervenfieber und raffte viele Menschen dahin. Der noch fortdauernde Krieg forderte immer neue Mannschaften, so zogen 54 junge Leute aus Blankenhain teils freiwillig, teils ausgehoben, ins Feld.Es sollte die französische Gesetzgebung und eine Landesverwaltung nach französischem Zuschnitt eingeführt werden. Aber durch die Völkerschlacht bei Leipzig wurde die Blankenhainer Grafschaft wieder preußisch! Die preußische Regierung ließ die alte Verfassung unverändert.
1815 Trat für kurze Zeit das preußische Landrecht ein. Dann wurde die Grafschaft getrennt. Als Folge der Staatsverträge von Wien und Paris trat Preußen die Herrschaft Blankenhains und Niederkranichfeld an den nunmehrigen Großherzog von Weimar ab.
1816 Im Januar wurde auch in Blankenhain das allgemeine Friedensfest gefeiert. Ehrenpforten wurden am Rathaus und Hinterhof (Amtsgericht) gebaut, der Markt mit jungen Fichten bepflanzt, Kanonen, Trompeten und jubelnde Stimmen begrüßten diesen Festtag. Am 11. März des Jahres 1816 besuchte der Landesvater Carl August zum ersten Mal die Stadt.
1817 Die bisher brauberechtigten Bürger übergaben der Gemeinde das Brauwesen und zwischen Schloß und Markt (auf einem Teil des jetzigen Zentralgebäudes) wurde für 2639 Thaler das Stadtbrauhaus gebaut. Später ein neuer Felsenkeller am Klingelgraben (Brauhausstr.), weil der Schlosskeller nicht zur Bierlagerung geeignet war.
1818 Jahrmarkt mit 471 Verkäufern - hauptsächlich Schuhe (Schuhmesse rund um die Kirche)
1820 Erweiterung des Kirchhofes (Friedhof)
1821 Der Großherzog lässt die neue Straße durch den Blankenhainer Wald nach Berka bauen (jetzt B 85).
1822 Trat ein neues Steuerrecht in Kraft, seitdem hat die Stadt an der Biersteuer eine neue Geldquelle.
1823/24 Flurneuvermessung; die alten Karten sind unauffindbar
1824 Feierliche Einweihung des erweiterten Kirchhofes, Ausgaben 286 Reichsthaler und 20 Groschen.
1826 Bau der alten Schule an der Kirche
1836 Ersterwähnung der Poststelle in Blankenhain
1840 Großherzogliches Carl-Friedrich-Hospital am alten Markt (Klostergut; zuletzt Sparkasse)Bau der neuen Straße nach Tannroda, der Weg führte vorher durch den Vogt'schen Park.
1841-1848 Bestand in Blankenhain eine Sonntagsschule
1848
Vermachte der Ministerial-Direktor Karl Friedrich Wirth der Stadt-Kämmerei und dem Stadtrat seiner lieben Vaterstadt Blankenhain das am Markt gelegene Wohnhaus mit Nebengebäuden, Hof und Garten, sowie 7,5 Acker Artland und 7 Acker Wiese unter der Benennung Wirth-Wärlich'sche Stiftung mit 8 Paragraphen.
1855
Verlegung des Carl-Friedrich-Hospitals ins Blankenhainer Schloss
1856
Einrichtung einer städtischen Sparkasse
1858
Hatte Blankenhain mit den Dörfern der engeren Herrschaft 747 Familien und 3.263 Bewohner, 263 Handwerkermeister (1823 waren es noch 135)
1860 Hat die Porzellanfabrik Fasolt & Eichel die erste vierpferdige Dampfmaschine in der Massenmühle am Seeteich in Betrieb gesetzt.
1861
Bau des östlichen Drittels des Zentralgebäudes, in den 70er Jahren erfolgte die Erweiterung.
1865
Wurde die freiwillige Fortbildungsschule eröffnet.
1872
Hatten die Junggessellen der Stadt Blankenhain in Dankbarkeit für die tapferen Krieger von 1870/71 ein Denkmal vor der Kirche gesetzt. 1895 wurde dieses noch verändert und mit einem eisernen Geländer versehen.
1873
Ankauf eines Wohnhauses an der Ackerwand für eine Kinderbewahrungsanstalt.
1877
Gründung des Blankenhainer Kreisblattes
1878 Amtsgericht und Rechnungsamt (ehemalige Volksbank) bekommen ihren Sitz in Blankenhain; die Withstraße wird mit Lindenbäumen bepflanzt; die Freitreppe vor dem Rathaus wird neu verlegt; 30 Straßenlaternen sind vorhanden, um die Jahrhundertwende dann 77; Herstellung eines eisernen Pumpwerkes für den Brunnen in der Wilhelmstraße und für den Brunnen am Teich.
1879 Herrichtung der Anlage am Hinterhofgarten (Amtsgericht); Umzäunung des Teiches; Errichtung einer Hütte an den Rasenbänken durch die großherzogliche Forstverwaltung; Herstellung eines Fußweges östlich von der Straße nach Berka; am Teich entlang.
1880 Einweihung des Erweiterungsbaues des Carl-Friedrich-Hospitals; Wiederherrichtung des Gräfinbörnchens und Herstellung des Promenadenweges; Vollendung des Hinterhofgartens - Umbenennung in "Carl-Alexander-Platz", Herstellung der Brunnenanlage am Schlossberg.
1881 Neues Wegenetz im Dambachsgrund geplant
1882 Kanalisierung des unteren Marktes; Regulierung des oberen Marktes und teilweise Pflasterung der Kirchstraße; Entwässerung des Wirth'schen Hofes; Renovierung der Gedenksäule am Carl-Alexander-Platz; Fortsetzung des Straßenbaues nach Müllershausen.
1883 Regulierung der Karlstraße; Krankenversicherungspflicht: 29 Orte in der gemeinsamen Ortskrankenkasse Sitz Blankenhain zusammengeschlossen.
1884 Die alte Kegelbahn in den Lindenhausanlagen wurde neu abgebrochen und eine neue Veranda gebaut. In der alten Schule (neben der Kirche) entstand ein neues Abort- (Toiletten) Gebäude.
1885 Promenadenstein von der Stadt bis zum Meilenstein (an der B 85) unter Leitung des Forstassesors Erfurt angelegt; Bepflanzung der Ackerwand mit Ahornbäumen; Kanalisierung und Herstellung eines Fußweges von R. Scharf bis zum Mark'schen Haus; Herstellung des Brunnens gegenüber des Friedhofseinganges.
1887 Der Großherzog besuchte Blankenhain, ein Ereignis, an das sich die Bürger lange erinnern; Bahnlinie Berka-Blankenhain fertiggestellt und feierlich übergeben; Bau einer Holzremise am Lindenhaus, der Tannrodaer-Straße entlang; Herstellung eines Fußweges von der Ecke des Rentamtes (Volksbank) bis zur Ecke des Frankschen Wohnhauses; Gründung des Verschönerungsvereins; im Wald wurden Orientierunstafeln, Tische und Bänke aufgestellt; der Markt und Obermarkt (beim Rathaus) wurden mit Ahorn bepflanzt; die Stadtkirche konnte nach einer umfassenden Renovierung eingeweiht werden.
1888 Eine Straßen-Polizei-Ordnung mit 54 Paragraphen wurde erlassen; das Naturbad an der Stadtmühle wurde eröffnet; große Reparatur am Mansardendach des Rathauses; Fortsetzung des Kanalbaues am Alexanderplatz zwecks Zufüllung der Hohle; Anpflanzung des Bahnhofzugangsweges mit Ahorn; Herstellung des Brunnens in der oberen Neustadt.
1889 Pflasterung beim Hospital-Eck-Brunnen; Kanalisierung und Chaussierung der Teichstraße; der Gemeinderat bewilligt 22 Mark zu Bohrversuchen nach Wasser am Kalkberg.
1890 Das Kriegerdenkmal ist fertiggestellt und wird eröffnet; der Verschönerungsverein stellt drei eiserne Bänke auf und richtet die Anlagen im Ziegental her; mit der Instandsetzung des Egendorfer Weges wird begonnen, der Bau erstreckt sich bis 1901.
1891 Die Straßen werden mit neuen Schildern und die Häuser mir neuen Hausnummern versehen; der Kalkberg wird mit Bergerlen bepflanzt; auf dem Kirchplatz wird ein Brunnen errichtet.
1892 Das Kaiser Friedrich Hotel wird eröffnet; ebenso die neue Kegelbahn am Lindenhaus und die "Reichskrone"; das Bürgervereinsgebäude wird für 1.800 Mark erworben und entsprechend hergerichtet, um evtl. später die Lindenhausanlagen erweitern und einen schönen freien Platz herrichten zu können, der Betrag wurde aus der Braukasse bestritten; am Kötschturm wird durch den Thüringer Waldverein und den Verschönerungsverein Blankenhain ein neuer Treppenaufgang fertiggestellt.
1893 Der Verschönerungsverein baut eine Schutz- und Aussichtshütte auf dem Kalkberg auf; in Neusaalborn wird ein Cafe & Logierhaus neu eröffnet.
1894 Erneuerung des eisernen Pumpwerkes in der Wilhelmstraße Aufbau eines neuen Brunnens in der Neustadt (Liebknechtstraße), weil das Wasser aus dem alten Brunnen nicht als Trinkwasser geeignet ist.
1895 Ein Stadtbauplan wird aufgestellt, in welchem die Bebauung der Ortsstraßen festgeschrieben ist; der Verschönerungsverein beschließt die Aufstellung von drei Bänken am Reisberg, am Kalkberg und in der Rudolstädter Straße.
1896 Die Regulierung der Kleinen Nonnengasse und der Neustadt werden vorgenommen. Der rechte Teil des Alexanderplatzes wird eingeebnet und provisorisch hergestellt.
1897 Die Chaussierung des Verbindungsweges Saalborn-Mechelroda innerhalb der Blankenhainer Flur wird durchgeführt; ebenso die Kanalisierung der oberen Teichstraße, der Ackerwand und der Karlstraße.
1898 Der Neubau des Lindenhaussaales wurde fertiggestellt; eingehende aber erfolglose Verhandlungen wegen der Einführung einer elektrischen Straßenbeleuchtung wurden geführt; in der Ackerwand, bei der Schule, wurde ein Brunnen angelegt.
1899 Die Bepflanzung des rechtsgelegenen Alexanderplatzes nach einem Entwurf des Kirchenrates Bogenhard wurde durchgeführt, die Kosten in Höhe von 150 Mark zahlte der Verschönerungsverein.

1878 Amtsgericht und Rechnungsamt (ehemalige Volksbank) bekommen ihren Sitz in Blankenhain; die Withstraße wird mit Lindenbäumen bepflanzt; die Freitreppe vor dem Rathaus wird neu verlegt; 30 Straßenlaternen sind vorhanden, um die Jahrhundertwende dann 77; Herstellung eines eisernen Pumpwerkes für den Brunnen in der Wilhelmstraße und für den Brunnen am Teich.
1879 Herrichtung der Anlage am Hinterhofgarten (Amtsgericht); Umzäunung des Teiches; Errichtung einer Hütte an den Rasenbänken durch die großherzogliche Forstverwaltung; Herstellung eines Fußweges östlich von der Straße nach Berka; am Teich entlang.
1880 Einweihung des Erweiterungsbaues des Carl-Friedrich-Hospitals; Wiederherrichtung des Gräfinbörnchens und Herstellung des Promenadenweges; Vollendung des Hinterhofgartens - Umbenennung in "Carl-Alexander-Platz", Herstellung der Brunnenanlage am Schlossberg.
1881 Neues Wegenetz im Dambachsgrund geplant
1882 Kanalisierung des unteren Marktes; Regulierung des oberen Marktes und teilweise Pflasterung der Kirchstraße; Entwässerung des Wirth'schen Hofes; Renovierung der Gedenksäule am Carl-Alexander-Platz; Fortsetzung des Straßenbaues nach Müllershausen.
1883 Regulierung der Karlstraße; Krankenversicherungspflicht: 29 Orte in der gemeinsamen Ortskrankenkasse Sitz Blankenhain zusammengeschlossen.
1884 Die alte Kegelbahn in den Lindenhausanlagen wurde neu abgebrochen und eine neue Veranda gebaut. In der alten Schule (neben der Kirche) entstand ein neues Abort- (Toiletten) Gebäude.
1885 Promenadenstein von der Stadt bis zum Meilenstein (an der B 85) unter Leitung des Forstassesors Erfurt angelegt; Bepflanzung der Ackerwand mit Ahornbäumen; Kanalisierung und Herstellung eines Fußweges von R. Scharf bis zum Mark'schen Haus; Herstellung des Brunnens gegenüber des Friedhofseinganges.
1887 Der Großherzog besuchte Blankenhain, ein Ereignis, an das sich die Bürger lange erinnern; Bahnlinie Berka-Blankenhain fertiggestellt und feierlich übergeben; Bau einer Holzremise am Lindenhaus, der Tannrodaer-Straße entlang; Herstellung eines Fußweges von der Ecke des Rentamtes (Volksbank) bis zur Ecke des Frankschen Wohnhauses; Gründung des Verschönerungsvereins; im Wald wurden Orientierunstafeln, Tische und Bänke aufgestellt; der Markt und Obermarkt (beim Rathaus) wurden mit Ahorn bepflanzt; die Stadtkirche konnte nach einer umfassenden Renovierung eingeweiht werden.
1888 Eine Straßen-Polizei-Ordnung mit 54 Paragraphen wurde erlassen; das Naturbad an der Stadtmühle wurde eröffnet; große Reparatur am Mansardendach des Rathauses; Fortsetzung des Kanalbaues am Alexanderplatz zwecks Zufüllung der Hohle; Anpflanzung des Bahnhofzugangsweges mit Ahorn; Herstellung des Brunnens in der oberen Neustadt.
1889 Pflasterung beim Hospital-Eck-Brunnen; Kanalisierung und Chaussierung der Teichstraße; der Gemeinderat bewilligt 22 Mark zu Bohrversuchen nach Wasser am Kalkberg.
1890 Das Kriegerdenkmal ist fertiggestellt und wird eröffnet; der Verschönerungsverein stellt drei eiserne Bänke auf und richtet die Anlagen im Ziegental her; mit der Instandsetzung des Egendorfer Weges wird begonnen, der Bau erstreckt sich bis 1901.
1891 Die Straßen werden mit neuen Schildern und die Häuser mir neuen Hausnummern versehen; der Kalkberg wird mit Bergerlen bepflanzt; auf dem Kirchplatz wird ein Brunnen errichtet.
1892 Das Kaiser Friedrich Hotel wird eröffnet; ebenso die neue Kegelbahn am Lindenhaus und die "Reichskrone"; das Bürgervereinsgebäude wird für 1.800 Mark erworben und entsprechend hergerichtet, um evtl. später die Lindenhausanlagen erweitern und einen schönen freien Platz herrichten zu können, der Betrag wurde aus der Braukasse bestritten; am Kötschturm wird durch den Thüringer Waldverein und den Verschönerungsverein Blankenhain ein neuer Treppenaufgang fertiggestellt.
1893 Der Verschönerungsverein baut eine Schutz- und Aussichtshütte auf dem Kalkberg auf; in Neusaalborn wird ein Cafe & Logierhaus neu eröffnet.
1894 Erneuerung des eisernen Pumpwerkes in der Wilhelmstraße Aufbau eines neuen Brunnens in der Neustadt (Liebknechtstraße), weil das Wasser aus dem alten Brunnen nicht als Trinkwasser geeignet ist.
1895 Ein Stadtbauplan wird aufgestellt, in welchem die Bebauung der Ortsstraßen festgeschrieben ist; der Verschönerungsverein beschließt die Aufstellung von drei Bänken am Reisberg, am Kalkberg und in der Rudolstädter Straße.
1896 Die Regulierung der Kleinen Nonnengasse und der Neustadt werden vorgenommen. Der rechte Teil des Alexanderplatzes wird eingeebnet und provisorisch hergestellt.
1897 Die Chaussierung des Verbindungsweges Saalborn-Mechelroda innerhalb der Blankenhainer Flur wird durchgeführt; ebenso die Kanalisierung der oberen Teichstraße, der Ackerwand und der Karlstraße.
1898 Der Neubau des Lindenhaussaales wurde fertiggestellt; eingehende aber erfolglose Verhandlungen wegen der Einführung einer elektrischen Straßenbeleuchtung wurden geführt; in der Ackerwand, bei der Schule, wurde ein Brunnen angelegt.
1899 Die Bepflanzung des rechtsgelegenen Alexanderplatzes nach einem Entwurf des Kirchenrates Bogenhard wurde durchgeführt, die Kosten in Höhe von 150 Mark zahlte der Verschönerungsverein.

Zeitraum 1900 - 2001

1900 Nach der Erbauung der neuen "Bürgerschule" in der Tannrodaer Straße wird die alte Schule an der Kirche ausgebaut. Ein Zweigverein des Thüringer Waldvereines gründete sich in Blankenhain, danach kam es zum Zusammenschluss mit dem Blankenhainer Verschönerungsverein. Nach Zustimmung der Großherzoglichen Forstverwaltung wurde ein Promenadenweg von der Kohlstatt (Freibad) nach dem Dambachsgrund zu angelegt. Als landwirtschaftlicher Betrieb für das Hospital (Anstalt für Geisteskranke) wurde das Freigut Krakau angekauft
1901 Regulierung des Fußweges in der Rudolstädter Straße
1902 Errichtung der neuen Post; Instandsetzung der Bahnhofstraße ab dem neuen Postgebäude. Innerhalb der Stadt wurden verschiedene Übergänge hergestellt, auch der Klingelgraben zum Teil mit eiserner Barriere versehen. Eine Schutzhütte am Gräfinbörnchen wurde erbaut und der Zugangsweg seitens der Forstverwaltung wieder hergestellt.
1904 Anlässlich des Gau-Turnfestes besuchte der Großherzog die Stadt; in Lengefeld wird der neuerbaute Saal eingeweiht.
1906 Die Genossenschaftsmolkerei wird gegründet, ebenso die höhere Privatschule.
Blankenhain erhält endlich Strom durch eine Überlandzentrale
1907 Die gesamte Stadt wird an die Elektrizitätsversorgung angeschlossen.
1908 In der Bahnhofstraße sollen die Lindenbäume gefällt werden; durch die Erschließung von zwei neuen Wasserquellen in der Kohlstatt und in der Altdörnfelder Flur konnte eine neue Hochdruckwasserleitung entstehen; der Tennisplatz wird eingeweiht.
1909 Am Kalkberg bricht das Erdreich ein, am Vogtplatz wird ein Springbrunnen aufgebaut; das Waldbad Schwarza wird eröffnet; der neue Karolinenturm wird feierlich eingeweiht; das Rittergut Spaal wird versteigert.
1910
Die Maschinenfabrik Witting (Ford Klöpfel) kauft das Seemühlengrundstück (Söhlental).
1911
In der neuen Friedhofs- und Begräbnisordnung werden Beerdigungsgebühren festgelegt; eine Schulchronik erscheint in 15 Fortsetzungen.
1913
Die Stadtbrauerei geht in Konkurs - das Brauhaus Saalfeld erwirbt sie; der Großherzog besucht die Gemeinden Keßlar und Drößnitz; das kirchliche Gemeindeblatt "Heimatglocken" erscheint erstmalig; zum 100. Jahrestag der Völkerschlacht bei Leipzig findet eine Gedenkfeier statt, dabei wird der Karolienenturm erleuchtet und auf dem Schulhof eine Jubiläumseiche gepflanzt.
1914
Der Friedhof wird 300 Jahre alt
1915
Man feiert den 100. Geburtstag des Großherzogtums Sachsen - Weimar - Eisenach
1920
Im Hotel "Kaiser-Friedrich" (heute Parkhotel) wird das Zentrallichtspieltheater (Kino) eröffnet; in der Porzellanfabrik und bei der Bahn wird gestreikt, die Kriegsgefangenen kehren heim.
1921
In Blankenhain wird gegen die hohen Lebensmittelpreise demonstriert.
1924
Im Lindenhaus wird ein Lichtspieltheater eröffnet; im Schafteich (heute Parkplatz vor dem Bad) ist das Baden erlaubt.
1925
Die Postautolinie Blankenhain-Rudolstadt fährt zum ersten Mal
1926
Der Neubau des Erziehungsheimes in Egendorf wird durchgeführt; der Sportplatz wird fertig gestellt.
1927
Unser Bürgermeister Oskar Schneider feiert sein 50 jähriges Dienstjubiläum; das Blankenhainer Kreisblatt feiert den 50. Jahrestag der ersten Ausgabe; das Kraftwerk in Thüringen verlegt sein Ingenieurbüro nach Blankenhain.
1928
Die Badeanstalt Söhlental wird eröffnet, man verzeichnet Rekordbesucherzahlen; das Gebäude der Stadtkirche wird an die Stromversorgung angeschlossen.
1931 Gegen die Stadt wird eine Bausperre verhängt, wegen Unter-Tarif-Zahlung; Litfasssäulen stören das Stadtbild; in den Fischteich wird eine Fontäne eingebaut; die Rathausuhr wird künftig beleuchtet; die Schwesternstation Blankenhain feiert ihr 40. Jubiläum.
1932
Eine Volksbücherei wird eröffnet; am Kötsch wird die "Egert-Bank" zu Ehren des Schul-Rektors und Chronikschreibers eingeweiht.
1933
Erwerbslose demonstrieren im Rathaus; die Landesführerschule Egendorf wird eröffnet, eine Gemälde-Ausstellung von Max Oehler: "Das schöne Blankenhain" ist zu sehen; bis zum Jahr 1933 gab es in Blankenhain 59 Vereine.
1934
Die Straße von Blankenhain nach Tannroda wird neu gebaut; Muffelwild aus Korsika wird in den umliegenden Wäldern ausgesetzt und angesiedelt; es entstanden Proteste gegen die Abholzung der Lindenstraße.
1938
Die neue Straße (Bebelstraße) wird für den Verkehr freigegeben.
1940 Französische Kriegsgefangene werden in Blankenhain zum Arbeitsdienst gezwungen; die Landesheilanstalt wird aufgelöst.
1941
Der Selbstwähl-Fernsprechdienst wird eingeführt; die Volksbücherei wird vom Schloß in die Schule verlegt; ein modernes Schwimmbad ist im Söhlental geplant; es wird die Kunstschmiede gegründet; auf der Eisenbahnstrecke Weimar-Blankenhain wird ein neuer Triebwagen eingesetzt.
1942
Eine neue Luftschutzsirene wird installiert.
1943
Die Volksbücherei wird in die alte Schule am Kirchplatz verlegt.
1945
Stürzte im Zusammenhang mit der Bombardierung Weimars ein US-Bomber im Wald beim Steinbach-Börnchen ab (Februar); am 12. April marschierten die amerikanischen Truppen in die Stadt ein, ihre ersten Befehle waren ein Ausgehverbot, die Abgabe sämtlicher Waffen, Ferngläser und Fotoapparate, die Beschlagnahme von Wohnungen und Häusern für die Besatzer, an diesem Tag sind zwei Blankenhainer Bürger umgekommen, der Schornstein der Firma Böhm & Liebeskind ist eingestürzt.
1946
Machte sich eine Bereinigung der Stadtverwaltung nötig, dabei trennte man sich von vier Mitarbeitern, die Nazilehrer wurden entlassen, Neulehrer wurden eingestellt. In der Stadt wohnten 3.366 Einheimische und 2.145 Evakuierte. Das Pachtgut Egendorf und das Staatsgut Krakau kamen im Frühjahr 1946 in Verwaltung der Sowjetischen Militäradministration, das Stadtgut Blankenhain kam in Kommunalverwaltung und zur Aufteilung. Es kam zur Sequestierung der hiesigen Druckerei, womit auch das Blankenhainer Kreisblatt eingestellt werden musste. Es fehlte an allem, Nägel wurden aus Stacheldraht hergestellt, Schuhe wurden aus Stroh geflochten, man ging zum Kartoffelstoppeln, Ährenlesen und Lindenblütensammeln, für alle diese Arbeiten brauchte man aber behördliche Genehmigung. Es wurde eine Viehkartei eingerichtet, um einen Überblick zu haben.
1947
Für deutsche Zivilisten bestand Jagdverbot, als Nachfolgeorganisation des Frauenausschusses wird die Volkssolidarität gegründet, die Wirtschaft in unserer Stadt lief langsam wieder an, die Porzellanfabrik produzierte wieder, ebenso die holzverarbeitenden Betriebe, in der Brauerei entstand eine Teigwarenfabrik, bei Fa. Carstens eine Wirk- und Strickwarenfabrik, außerdem ein chemisch-pharmazeutischer Betrieb.
1948
Arbeiter übernehmen die Partnerschaft über die Neubauernsiedlung Egendorf durch Ernteeinsätze und Lieferung von Schlacke, welche mit Zement vermischt Baumaterial für die Siedlungshäuser ergab. Das Porzellanwerk Carstens wird in Volkseigentum überführt.
1949
Bei der Versorgung der Bevölkerung mit lebensnotwendigem gab es immer noch große Schwierigkeiten, es gab noch Einschränkungen beim Stromverbrauch, Bezugscheine für Textilien und Schuhe, Lebensmittelkarten, Körperseife gab es nur auf Zuteilung, für landwirtschaftliche Produkte bestand weiterhin Ablieferungspflicht, Kraftfahrer mussten Fahrtennachweisbücher führen, zur Kontrolle des Kraftstoffverbrauches.
1950-1954
Eine städtische Müllabfuhr wurde eingerichtet; 1952 eröffnete man eine staatliche Zahnarztpraxis im Krankenhaus; ein Stadtgärtner wurde eingestellt; für auswärtige Schüler der Oberschule und Lehrlinge der Porzellanfabrik wurde ein Internat eingerichtet; in der ehemaligen Brauerei entstand das VEB Bekleidungswerk; das Krankenhaus erhielt einen Betriebskindergarten; eine neue Friedhofsordnung wurde beschlossen; ein Bekanntmachungs- und Anzeigenblatt für Blankenhain und Umgebung wurde herausgegeben; trotzdem gab es noch erhebliche Engpässe bei der Versorgung mit Textilien, Seife, Glühbirnen, auch die Lebensmittelkarten waren noch nicht abgeschafft. 1952 erhielt der Rat der Stadt vom Rat des Bezirkes Erfurt eine Anerkennungsurkunde für besondere Leistungen zur Stromeinsparung und zur Verbesserung der Energieversorgung. Eine Mütterberatungsstelle wurde eingerichtet, für die Schulspeisung entstand eine Schulküche, in den Heimstätten wurde Kanalisierungsarbeiten durchgeführt, das Freibad wurde in dieser Zeit von vielen freiwilligen Helfern erbaut.
13. Juni 1954 - Bau des Waldbades Blankenhain
1956
Festwoche zur 700 Jahrfeier Blankenhains vom 23.6. - 1.7. Aus diesem Anlaß wurde gegenüber dem Parkhotel eine Linde gepflanzt. Später stellte sich allerdings heraus, dass dieses Jubiläum bereits vier Jahre früher (1952) hätte gefeiert werden können, trotzdem war das Fest ein unvergessliches Erlebnis für alle Beteiligten und Gäste. Die landwirtschaftliche Berufsschule "Thomas Müntzer" konnte im gleichen Jahr eingeweiht werden.
1957
Im Schloß wurde der Kulturraum umgebaut und eingerichtet.
1958
Am 28.05. konnten die Lebensmittelkarten abgeschafft werden. Die HO-Gaststätte "Bergschlösschen" (Veteranenclub) wurde eröffnet, es entstand weiterhin eine Fleisch- und Wurstwarenfabrik (Moisa).
1959
Im Park wurde eine Konzertmuschel gebaut. Der Volkschor feierte sein 100 jähriges Bestehen, aus diesem Anlaß fand ein Freundschaftssingen mit 400 Sängern statt.
1960
Am Turnhallenbau an der Teichstraße leisteten Schüler und Lehrer 1.900 NAW-Stunden; das Pflegeheim mit 30 Betten konnte übergeben werden.
1961
Ein Hochwasser hielt die Bevölkerung in Atem / Eröffnung der Turnhalle
1962
Die Firma Knopf & Kieser wurde in die PGH aufgenommen; VEB Sportmoden lieferte an 30 Spezialgeschäfte; das HO-Kaffee "Expresso" wurde eröffnet.
1963 Mit dem Turmdrehkran entstand in der Bebelstraße ein neuer Wohnblock für 12 Familien.
Für den neuen Kindergarten in der Villa Fasolt stellt die Stadt 30.000 M zu Verfügung.
1964
Die Wasserwirtschaft Blankenhain wurde von der VEB Wasserwirtschaft Weimar übernommen, in der Breitscheidstraße entstand eine moderne Wäscherei für den ganzen Kreis; Eröffnung einer neu erbauten Minol-Tankstelle in der Rudolstädter Straße, Enthüllung des Gedenksteines für Friedrich Leßner; Dachstuhlbrand im "Güldenen Zopf"; der Hortbau wurde großenteils im NAW durchgeführt.
1966
Beginn des Schulanbaues; die PGH Frico richtet Salons in Lohma, Loßnitz, Mechelroda, Keßlar und Rittersdorf ein; im Söhlental wird ein 150 m tiefer Brunnen gebaut.
1967
Pistolenschießstand wurde fertiggestellt, im Krankenhaus wurde eine betriebseigene Kindergrippe eingeweiht, der Schulerweiterungsbau konnte übergeben werden
1968
Gemeinde Rottdorf feierte ihr 1200-jähriges Bestehen
1969
Das FDGB Ferienheim zum "Güldenen Zopf" konnte nach Rekonstruktion neu eröffnet werden; ebenso das Gasthaus "Thüringer Hof" als Kulturhaus der LPG-Gemeinschaftseinrichtung; in der Friedrichstraße wurde eine HO-Verkaufsstelle für Obst und Gemüse eröffnet (Fruchtbasar); die Mitglieder der Kleingartenanlage Rodeland haben im NAW ein Kulturhaus im Wert von 70.000 M erbaut; das umgestaltete Heimatmuseum konnte zum 20. Jahrestag der DDR wieder eröffnet werden, die Leitung übernahm der Stadtarchivar Richard Schröter.
1973
Eröffnung der neuerbauten Kinderkombination (Kindergarten und Kindergrippe in einem Haus).
1975
In der Ost- und Friedensstraße wurden 56 Wohnungen gebaut.
1977 In der Straße der Jungen Pioniere (jetzt Christian-Speck-Straße) wurden 80 Wohnungen errichtet, die den Mitarbeitern der Porzellanfabrik vorbehalten waren.
1984
Für ca. 800.000 M wurde die Röntgenabteilung im Kreiskrankenhaus modernisiert.
1985
Das Ende des Kino war gekommen - da das Gebäude baufällig war, musste es abgerissen werden, als Übergangslösung diente kurzzeitig der Schlosssaal.
1987
Abriß von vier Häusern am Blankenhainer "Nadelöhr" (Marktstraße).
1988
Baubeginn am Haus der Dienste, eine Fertigstellung verzögerte sich viele Jahre
1990
Blankenhain baute mit der hessischen Stadt Waldeck eine partnerschaftliche Beziehung auf, diese überträgt sich auf zahlreiche Vereine der Stadt. Binnen weniger Monate wurde eine REWE-Kaufhalle und ein Toyota-Autohaus erbaut. Das Ende des Bekleidungswerkes war gekommen.
1991
Die Regelschule in der Christian-Speck-Straße wurde renoviert, eine Abstrahlung der Fassade und ein neues Dach machten das Gebäude zu einem Schmuckstück.
1992 Die Dr. Salvador-Allende-Straße wurde in Weimarische Straße umbenannt. Großbrand in der Pfennigspfeife, die Blankenhainer Feuerwehrleute waren schnell zur Stell, da sie gerade ihre Jahreshauptversammlung beendet hatten. Der Bürgermeister gab den Startschuß für den Ausbau des Gewerbegebietes an der Waldecker Straße. Der Abriß des Waldbades begann. In der Christian-Speck-Straße wurden 72 neue Wohnungen gebaut. Für die Summe von 1,8 Mill. DM wurde die sogenannte "Vogt'sche Villa" (Förderschule) modernisiert. Hinter der Post entstand mit Hilfe privater Spenden ein schöner Kinderspielplatz. Der Blankenhainer Seeteich (Söhlental) wurde als Naturschutzgebiet erweitert. Baubeginn für die Einfamilienhäuser am Viehhügel.
In der Bergstraße/ Sophienstraße mussten drei baufällige Häuser abgerissen werden.
1993
850-Jahr-Feier in Hochdorf, zu dieser Gelegenheit wurde die Gemeinde als "Schönster Ort des Landkreises" ausgezeichnet. Auf dem Kötsch stürzte ein Rettungshubschrauber ab, dabei kamen zwei Menschen ums Leben. In der Bebelstraße konnte eine neue Apotheke eröffnet werden. Das ehemalige Waldbad ist zur Großbaustelle geworden, noch kann man nicht erkennen, wie es aussehen wird. Die Treuhand verkauft das Porzellanwerk an Herrn Hillebrand !Auf den Hausdächern der Christian-Speck-Straße werden Sonnenkollektoren für die Wärmegewinnung angebracht, es handelt sich hierbei um ein Pilotprojekt für die neuen Bundesländer. Für das neue Bettenhaus im Kreiskrankenhaus wird der erste Spatenstich durchgeführt. Im ehemaligen Kohlenkeller des Rathauses wird ein Ratskeller eingerichtet und eröffnet. Im Gewerbegebiet siedeln sich die verschiedensten Betriebe an. Fleischermeister Lemser hat die Baulücke in der Sophienstraße nutzen können und eine moderne Fleischerei bauen können.Hinter Schwarza wird eine Großkläranlage gebaut. Der Grundstein für den Bau der neuen Sparkasse wird gelegt.
Im Oktober wird mit der Eingliederung der Gemeinden Altdörnfeld/Neudörnfeld, Hochdorf, Keßlar/ Lotschen/ Meckfeld, Krakendorf/ Rettwitz, Lengefeld, Großlohma/ Kleinlohma, Loßnitz/ Söllnitz/ Obersynderstedt, Niedersynderstedt, Rottdorf, Schwarza, Thangelstedt, Tromlitz in die Stadt Blankenhain die Einheitsgemeinde Stadt Blankenhain gebildet.
1994
Ein Hochwasser, fast so schlimm wie 1961, richtete im April große Schäden an, auf der Baustelle am Bad zerstörte es das gesamte Edelstahlbecken, somit konnte das Bad nicht termingerecht eröffnet werden. Im Juni kann aber dann doch eröffnet werden, durch die heißen Temperaturen wird das neue Erlebnisbad Blankenhain zum Anziehungspunkt für Besucher, nicht nur aus der Gegend. Die "Alte Molkerei" wird umfassend rekonstruiert, in ihr finden eine Kegelbahn, eine Gaststätte, die Bibliothek, ein Jugendzimmer und eine Wildverkaufsstelle Platz. Im Zentralgebäude wird mit der Räumung von Wohnungen begonnen, dazu hat man in der Christian-Speck-Straße Sozialwohnungen gebaut. Wegen Baufälligkeit werden die ehemalige Textil-HO und das Günthersche Haus in der Bebelstraße abgerissen. Der Bahnhof, der inzwischen einzustürzen droht, wird abgerissen, auf dem Platz entsteht ein PENNY-Lebensmittelmarkt.
Im April wird die Gemeinde Saalborn in die Einheitsgemeinde Stadt Blankenhain aufgenommen.
1995
Nach umfangreichen Bauarbeiten entsteht die Sophienpassage, eine Einkaufsstraße, wie sie in anderen Kleinstädten nicht gleich zu finden ist. Mit der Sanierung der Wohnblöcke in der Friedensstraße/ Oststraße wird begonnen. Zahlreiche Straßen der Innenstadt konnten bis heute vollständig erneuert werden. Das ehemalige Brauhaus findet einen neuen Hausherren, der Kranichfelder Emil Pathe richtete darin den Ilmtal-Verlag ein, so haben wir unser Amtsblatt am Ort. Die Lengefelder feiern ihr 875 jähriges Bestehen. Die Festwoche zum 250. Jahrestag der Gründung der Büchsenschützenkompanie und der Rückblick auf 250 Jahre Stadtentwicklung werden zu einem unvergessenen Ereignis.
Im September werden die Gemeinden Drößnitz und Wittersroda in die Einheitsgemeinde Stadt Blankenhain aufgenommen.
1996 
25-jähriges Bestehen der Blankenhainer-Blasmusikanten und es gab den Spatenstich für den Golfplatz Blankenhain
1997 Im Januar wird Neckeroda feierlich in die EHG Blankenhain aufgenommen. Die Einheitsgemeinde Blankenhain besteht damit aus der Kernstadt Blankenhain und 23 Ortsteilen im Kreis Weimarer Land. Der Verein Blankenhainer Tafel e.V. gründet sich am 27.05.
1999
5. Juni 1999 - feierliche Übergabe des neuen Feuerwehrstützpunktes
November 1999 Einweihung des restaurierten historischen Backhauses in Tromlitz
2000 Am 1. Mai gründet sich der Schlossverein Blankenhain e.V.
Vom 23.7. bis 27.8. wird erstmals seit 1994 das Schloss wieder der Öffentlichkeit mit der Wanderausstellung "Denkmalschutz im Weimarer Land" zugänglich gemacht.
2001
im Juni ist die Dachsanierung des Schlosses beendet und wird mit dem 1. Schlossfest und dem Aufsetzen des Turmknopfes feierlich begangen.
Am 31.August unterzeichnen 56 Gründungsstifter die Errichtungserklärung zur Bürgerstiftung Schloss Blankenhain, sie ist die erste Bürgerstiftung Thüringens.

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