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Niedersynderstedt

  Niedersynderstedt
erste urkundliche Erwähnung 900
Einwohnerzahl (Stand: 01/2017) 160
Ortsteilbürgermeister Bernd Melz

Die Gemeinde Niedersynderstedt liegt ca. 7 km nordöstlich von Blankenhain entfernt und wurde erstmals in einem vor 900 anzusetzenden Güterverzeichnis der Reichsabtei Fulda als Sinthersteti genannt. Im 5. Jahrhundert siedelte sich wahrscheinlich der "germanische Edle Sinthari" mit Hof und Großfamilie hier an. Die Herren von "Sinderstete" wurden im Jahre 1272 genannt und standen als Ministeriale im Dienste der Orlamünder Grafen. Im Jahre 1414 tauchte der Name Niedern Sinderstete auf. Sprachlich ist der Ortsname als "Siedlung des Sinter" zu erklären. Ein ansässiges Adelsgeschlecht von Synderstedt wurde erstmalig 1272 genannt und starb im 16. Jahrhundert aus. Es gehörte anfangs zu den Ministerialen der Grafen von Weimar-Orlamünde. Das Dorf stand unter der Gerichtsbarkeit des dortigen Rittergutes, dessen Besitzer auch weiterhin die Grundherrschaft im Orte ausübten. Außerdem ist das Kloster Lausnitz mit Rechten nachweisbar. Die Bevölkerung trieb vor allem Landwirtschaft. Neben dem Rittergut (1880; 97 ha) waren noch groß- und mittelbäuerlicher Besitz vorhanden. Es gab 1715 insgesamt 6 Anspänner und 13 Handfröner. Im 19. und frühen 20. Jahrhundert war Niedersynderstedt vor allem ein Rittergutsdorf mit "nur wenig wohlhabenden Bauern", und einer "größeren Anzahl kleiner Leute", meist Arbeitern und Handarbeitern für das Gut.

Das Handwerk war nur wenig bedeutsam. Es wurde 1858 mit vier, 1880 mit einem und 1930 mit drei Betrieben angegeben. Im 19. Jahrhundert befand sich auch eine Gaststätte im Ort. Im Dreißigjährigen Krieg wurde das Dorf sehr stark zerstört, auch vom Hochwasser blieb der Ort oftmals nicht verschont. Niedersynderstedt liegt im Tal der Magdel und bei anhaltendem Regen steigt diese schon mal über ihre Ufer. Das letzte Hochwasser gab es 1994.

Eine Kirche wurde erstmals im Jahre 1140, die Pfarrei erstmals 1333 erwähnt. Der große Kanzelbau mit seiner bäuerlichen Bemalung und Vergoldung ist der reichste Schmuck der sonst eher schlichten Kirche. Wahrscheinlich stammt er aus dem Jahr 1718. Die älteste Jahreszahl 1550 ist an diesem Gotteshaus über einem Chorfenster angebracht. Bei Ausgrabungen wurde östlich der Kirche ein großes Gräberfeld aus dem sächsischen Bruderkrieg gefunden. Des Weiteren fand man Grundmauern einer sehr alten Kirche oder Kapelle. Ein vergoldeter Kelch aus dem 14. Jahrhundert trägt die Inschrift "Maria hlf, iesus hlf" und ist mit Weihekreuzen versehen. Zum Pfarrsprengel gehörten seit der Reformation auch Obersynderstedt, Tromlitz, Loßnitz und Söllnitz. Die Schule erscheint erstmals 1579.  Sie hatte noch 1913 nur einen Lehrer. Ein altes Gemeindesiegel zeigt ein Haus mit Baum.

 

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